flucht und heimat

Jörg Wäspi: flucht und heimat
vom fliegen auf dem boden

«Geschichte entdecken die, die sehen und sie dem Wind ablauschen können». Sehend und dem Wind ablauschend entstehen bei Jörg Wäspi präzise Bilder und Stimmungen. Etwa, wenn still der Mond aus dem Güllengraben blickt bei der Arbeit mit der Melkmaschine. Die Bilder rufen Assoziationen hervor, regen zum Nachdenken an, es sind schöne, auch überraschende Bilder. Oft sind sie fast archetypisch: Der Käse im Keller wird Laib um Laib verzehrt, um mit der Zeit die Zeit mit der Geliebten zu verdauen. Es gibt Bilder der Ruhe – die schmale Sichel des abnehmenden Mondes, Orion, ein Schmetterling ans Firmament gepinnt, darunter der Lindwurm von Brig – und solche der verschieden schnellen Bewegung – der braune Strom der Kuhherde, der zu fliessen beginnt und sich allmählich über die Weide ergiesst.
Aus dem Nachwort von Hans Rothweiler
 
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